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„The Cashbags“ in bester Johnny-Manier: „Ring of Feier“

Aktuelles
Foto: Thomas Pregl

Johnny Cash – The Man in Black – feierte am 1. März im Hallstadter Kulturboden seine Wiedergeburt. Als seine grandiosen Geburtshelfer fungierten die „Cashbags“ mit dem US-Amerikaner Robert Tyson, der stimmlich und vom Aussehen her der Country-Rock-Legende verdammt nahe kommt. Mit ihrer ausgefeilten Show „One Hit at a Time – Best of the Best“ bewies „Cashbag“ das Covern nicht unbedingt das sture Festhalten mit einer 1:1- Wiedergabe bedeutet, sondern auch Interpretationen zulässt, die die Musik des Originals nicht verraten, sondern erweitern. Ein gelungenes Zurück in die Zukunft. Und trotzdem: echt, live, mitreißend – und eine stilechte Verbeugung vor ihrem Idol. Zugaben und stehende Ovationen krönten an diesem Sonntagabend diesen „Ring of Feier“.

Augen zu – das ist doch? Augen auf – das ist doch…Johnny Cash! „The Cashbag“ zogen mit ihrem Frontmann in Schwarz alle in ihren Bann. Tysons markante Bariton-Stimme, die keinen Deut schlechter als die von Johnny Cash ist, und der wie ein Güterzug ratternde und treibende Boom-Chicka-Boom-Sound machten Hallstadt zur „Hall of Fame“ des Country-Rocks.

Neben Tyson brillierte die aus Coburg stammende Sängerin Valeska Kunath in ihrer Rolle als June Carter Cash (in zartblauen Abendkleid)) und das Trio Infernale mit Stephan Ckoehler, David Seezen und Willie Sieger als „The Tennessees Three“. Spätestens nach dem zweiten Song verstanden die eingefleischten Cash-Fans – viele in Baumfäller-Hemden und einige mit riesigen Cowboy-Hüten -, warum „The Cashbag“ 23 Jahre nach dem Tod des Originals inzwischen mehr als 500 000 Fans in ganz Europa begeisterten.

Tyson ist auf der Bühne kein Ego-Shooter, sondern er gab seinen Bandmitgliedern Raum zur künstlerischen Entfaltung mit Oldies wie „City of New Orleans“, „On the Road Again“, dem Titelsong von „Bonanza“, Balladen oder Rock´n`Roll-Stücken. „The Man in Black“, seine fränkische „Woman in Blue“ und die Band öffneten die riesige Schatztruhe mit Johnny Cash Songs von „I walk the Line“ über  „Folsom Prison Blues“ bis  „Hurt“. Dem Altmeister im Rockhimmel wird ihr Auftritt, dieser ganz besondere „Ring of Feier“ ebenso gefallen haben wie den hiesigen Cashianern.

Thomas Pregl

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