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8. Bamberger Klezmertage

Bamberg Live

Wie die Zeit vergeht… Die Bamberger Klezmertage gehen in diesem Jahr bereits in die achte Runde. Das dreitägige Festival rund um die jiddische Volksmusiktradition ist längst ein Fixpunkt im jährlichen Kulturkalender Bambergs geworden. Von 18. bis 20. März beglücken drei Bands die Ohren der Besucher in den Haas-Sälen.

Den Auftakt machen Aufwind am Freitag, 18. März. Was hat der jiddische Struwwelpeter mit einem mazedonischen Hochzeitstanz gemein? Warum will das schöne Mädchen nicht heiraten und sinniert der Vagabund über die Vergänglichkeit an sich? Geht es bei der Zubereitung der Bohnenspeise wirklich um Gaumenfreuden? Diese und ähnliche Fragen beantworten die fünf Berliner Musiker auf äußerst unterhaltsame und augenzwinkernde Art und Weise. Dem Zauber ihrer Konzerte wohnt eine abwechslungsreiche Mischung poetischer Balladen, mitreißender Instrumentalmusik in Kombination mit großer Spielfreude inne. Geige und Klarinette stehen im Mittelpunkt der Auftritte von Aufwind. Anhand derer erzeugen die Musiker einen dichten, farbenreichen Ensembleklang. Gesanglich kann sich vom Solo bis zum vollmundigen Chor alles hören lassen. Mittlerweile haben Aufwind 20 Jahre Bandgeschichte hinter sich und fühlen sich auf internationalen Bühnen ebenso wohl wie in kleinen Dorfkirchen.
Die Klezmeyers sind am Samstag, 19. März die zweiten im Festivalbunde. Das Berliner Trio hat sich ganz und gar dem instrumentalen Klezmer verschrieben. Ein Klezmer Workshop bei Giora Feidman war im Jahr 1997 der Startschuss für die Gründung der Klezmeyers. Zu ihrem Repertoire gehören moderne Interpretationen klassischer Lieder genauso wie eigene Kompositionen. Das dritte und aktuelle Album der Klezmeyers heißt „Zirkusleute“ und beinhaltet die volle Bandbreite der Klezmermusik. Auf der Bühne überzeugen die drei Musiker durch die Instrumente Klarinette, Gitarre und Bass, die sie perfekt beherrschen.
Helmut Eisel & Band bilden schließlich am Sonntag, 20. März, den krönenden Abschluss der 8. Bamberger Klezmertage. Bei dieser Band trifft osteuropäische Klezmermusik auf Jazz, Tänzer und Unterwelt. Genau das ist es, was die Band so hip, cool und groovy macht. Der Bandleader Helmut Eisel entlockt seiner Klarinette eine unglaubliche Fülle von Tönen. Und zählt damit nicht zu Unrecht zu den besten Klarinettisten im deutschsprachigen Raum. Wenn dann noch das Akkordeon-, Kontrabass-, Gitarrenspiel und Schlagzeug seiner Musikerkollegen hinzu kommt, ist der ganz eigene Bandsound komplett.
Neben den musikalischen Beiträgen führt der Vortragsabend „Von der Freude, sich an Gott zu schmiegen“ am Mittwoch, 16. März an der Universität 2 ins Thema Klezmer ein. Am Donnerstag, 17. März wird eine Jiddische Filmnacht in der Israelitischen Kultusgemeinde zu sehen sein und am Samstag, 18. März hält Arnd Rühlmann in der Weinwirtschaft Fischerei eine unterhaltsame Lesung ab. –sts–

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