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Universität Bamberg erneut als „Fairtrade-University“ ausgezeichnet

Bamberg News
Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin der Universität Bamberg, und Carolin Brix-Asala, die für die Arbeitsgruppe Fairtrade verantwortlich ist, nehmen die Urkunde entgegen. (Foto: Benjamin Herges/Universität Bamberg)

Das Thema Fairtrade ist ein Bereich des Nachhaltigkeitsengagements der Otto-Friedrich-Universität: Für ihren Einsatz in Sachen Nachhaltigkeit wird die Universität Bamberg erneut ausgezeichnet und darf weiterhin den Titel „Fairtrade-University“ tragen. 2018 wurde ihr der Titel erstmals verliehen. Fairtrade-Universities fördern das Bewusstsein und das Engagement von Hochschulakteurinnen und -akteuren für fairen Handel – verbunden mit der Umsetzung konkreter Projekte auf dem Campus.

Das Thema Fairtrade stellt eine Facette im großen Themenkomplex Nachhaltigkeit an der Universität Bamberg dar und ist ein sichtbarer und konkreter Beitrag dazu. In der Zielvereinbarung 2019–2022 stellt Nachhaltigkeit einen wichtigen Eckpfeiler dar. Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin der Universität Bamberg, sagt: „Auszeichnungen wie diese bestätigen uns nicht nur in unseren Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit, sondern spornen uns gleichzeitig an, uns weiterhin und verstärkt mit Nachhaltigkeitsthemen zu beschäftigen und weitere Projekte an der Universität umzusetzen. Besonders auch unsere Studierenden leisten dazu mit eigenen Initiativen einen wichtigen Beitrag.“

Hochschulveranstaltungen thematisieren Fairtrade
Seit 2018 ist einiges an der Universität passiert, um das Thema Fairtrade in Lehre, Forschung und Verwaltung zu verankern und somit auch die Kriterien einer „Fairtrade-University“ zu erfüllen: Hochschulveranstaltungen über alle Fakultäten hinweg thematisieren verstärkt das Thema Fairtrade. Dazu zählt beispielsweise das Seminar „Wie fair(-trade) ist Bamberg? Eine sozialethische Auseinandersetzung“ vom Lehrstuhl für Theologische Ethik sowie ein Seminar zu Nachhaltigkeit in Vertrieb und Marketing an der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Darüber hinaus gab es in den vergangenen Jahren thematische Filmvorführungen, bei denen zum Beispiel der Film „Die grüne Lüge“ gezeigt und anschließend diskutiert wurde. In Kooperation mit dem Studentenwerk Würzburg werden in den Bamberger Mensen fair gehandelte Produkte angeboten. Darüber hinaus können beim diesjährigen Dies academicus, der Gründungsfeier der Otto-Friedrich-Universität, erstmals drei Nachhaltigkeits-Preise verliehen werden. Die Lyzeumsstiftung Bamberg stiftet die Preise, die an Mitglieder der Universität verliehen werden, die sich in Forschung, Lehre und Campusmanagement besonders für Nachhaltigkeit einsetzen.

Koordiniert werden die Aktionen und Maßnahmen rund um Fairtrade in einer der zehn Arbeitsgruppen der Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit der Universität, die sich seit 2016 bereichsübergreifend dem Thema Nachhaltigkeit widmet. Momentan vertreten 17 Personen die Bereiche Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung. Dr. Carolin Brix-Asala leitet die Arbeitsgruppe Fairtrade-University und ist zudem seit September 2020 für weitere Nachhaltigkeitsthemen zuständig, wie etwa die EMAS-Validierung. Die Abkürzung EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“. Es handelt sich dabei um ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Organisationen unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. „Teil der Zielvereinbarung 2019–2022 der Universität Bamberg ist es, ihre Umweltauswirkungen zunächst systematisch zu erfassen und in Zukunft weiter zu verbessern“, erklärt Carolin Brix-Asala.

Fairtrade soll in der Forschung verstärkt ein Thema werden
„In Zukunft möchten wir das Thema Fairtrade noch stärker in der universitären Gemeinschaft und darüber hinaus verankern“, erklärt Dagmar Steuer-Flieser. Das bedeutet zum Beispiel bei Veranstaltungen der Universität noch mehr fair gehandelte Produkte anzubieten und mit externen Partnerinnen und Partnern zu kooperieren. Vermittelt durch Fairtrade Deutschland spricht bei der diesjährigen Nachhaltigkeitswoche der Universität beispielweise Referentin Sarah Brockmann vom Welthaus Fürth zum Thema „Regional und Fair“.  „Außerdem ist es den Studierenden ein Anliegen, dass mehr Fairtrade Produkte auf dem Campus angeboten werden. Wir wollen das mit der AG Fairtade-University unterstützen“, ergänzt Carolin Brix-Asala. Aber auch in der Forschung soll Interesse für das Thema geweckt werden, sodass beispielsweise auch vermehrt Abschlussarbeiten mit Bezug zu Fairtrade entstehen können.

Das Netzwerk der deutschen Fairtrade-Universities umfasst 32 Hochschulen. Weltweit gibt es die Kampagne darüber hinaus in Großbritannien, Brasilien, Südkorea und Polen.
Weitere Informationen gibt es unter: www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit/fairtrade

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