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„Goldene BierIdee“ für „36 Kreisla“ – „Das Landkreisbier verteidigt die regionale Bierkultur mit einer ,Wagenburg‘ der Brauereien!“

Bamberg News
Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Dr. Lothar Ebbertz, zeichnete gemeinsam mit der bayerischen Bierkönigin Sarah Jäger am Montag beim Bayerischen Gastgebertag in Bamberg den Landkreis Bamberg mit Landrat Johann Kalb mit der „Goldene BierIdee 2021“ aus. Foto: Pressestelle Landratsamt Bamberg

Bamberg – „Es war eine goldene Idee, die Brauereien im Landkreis hinter dem Landkreisbier ,36 Kreisla‘ zu versammeln und damit die regionale Bierkultur mit einer ,Wagenburg‘ der Brauereien zu verteidigen.“ Mit diesen Worten verlieh der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Dr. Lothar Ebbertz, am Montag beim Bayerischen Gastgebertag in Bamberg dem Landkreis Bamberg mit Landrat Johann Kalb die „Goldene BierIdee 2021“. Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient gemacht haben.

„Ich freue mich, dass unser Landkreisbier ‚36 Kreisla‘ und damit auch die beteiligten Brauereien diese hochkarätige Auszeichnung verliehen bekommen. Hier geht es natürlich auch um Wirtschaftsförderung. Ich danke dem Bayerischen Brauerbund und dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband für diese Anerkennung und ich sage ganz besonders unseren Brauern ein herzliches ,Vergelt’s Gott‘. Ohne ihre außerordentliche Fachkompetenz wäre die Realisierung des Landkreisbieres erst gar nicht möglich gewesen“, so Landrat Johann Kalb.

„36 Kreisla“ – Die konkrete Idee

„Die Stadt und der sie umgebende Landkreis sind ein Eldorado der Bierkultur. Dicht an dicht finden sich hier handwerklich arbeitende Familienbrauereien auf engsten Raum. So etwas gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Das legt ein beeindruckendes Zeugnis regionaler Bierkultur ab, die im Landkreis Bamberg tief verwurzelt ist“, so Dr. Ebbertz in seiner Laudatio. „Das Bier spielt im Raum Bamberg spielt eine besondere Rolle. Diese Rolle gilt es zu unterstreichen. Aber auch zu verdeutlichen, dass sie sich nicht von selbst erhält. Dem dient die Initiative ,36 Kreisla‘: Mehrere Brauereien brauen ein Gemeinschaftsbier. Die Initiative wirkt zunächst einmal nach außen.“ Sie schärfe den Sinn für das Außergewöhnliche der in Bamberg vorhandenen Biervielfalt. Das Bier aus der Heimat brauche vor allem Freunde vor Ort, so der Präsident des bayerischen Brauerverbandes. „Insofern kommt den Wirtinnen und Wirten eine besondere Rolle zu. Der Wirt ist der Flaschenhals, durch den das Bier den Gast erreicht. Die ,36 Kreisla‘ wirken also auch nach innen. Es schafft ein Zusammengehörigkeitsgefühl der teilnehmenden Brauereien, was unsere Branche so dringend braucht. Durch Eintracht macht man kleine Dinge groß. Diese Initiative wäre nie Wirklichkeit geworden ohne ihren Ideengeber Landrat Johann Kalb, der sich die Förderung der besonderen regionalen Bierkultur seiner Heimat auf die Fahnen geschrieben hat. Eine solche Initiative braucht jemanden, der vorangeht, der mit Begeisterung andere mitzieht, die regionale Bierkultur mit einer ,Wagenburg‘ der Brauereien zu verteidigen. ,36 Kreisla‘ ist deshalb ein besonderes Bier unter den 4500 Bieren in Bayern. Es ist der trinkbar gewordene Ausdruck eines Zusammengehörigkeitsgefühls der Brauer aber auch der Menschen, die mit Stolz auf das Erbe ihrer Heimat blicken.“

Der Landkreis Bamberg ist von einer über die Jahrhunderte gewachsenen Bierkultur geprägt, die sich in der höchsten Privatbrauereidichte weltweit widerspiegelt. Noch heute existieren rund 65 Brauereien im Landkreis, meist familiengeführt, handwerklich geprägt und vielfältig im Angebot ihrer Biersorten. Um diese weltweit einmalige Vielfalt zu erhalten und zu stärken, hatte der Bamberger Landrat Johann Kalb 2014 die Idee, ein eigenes Landkreisbier zu entwickeln. „Unseren Landkreis zeichnet die größte Brauereidichte und damit eine außergewöhnliche Vielfalt der Biere aus“, so Kalb. Dieses Alleinstellungsmerkmal müsse erhalten werden. Das schließe jedoch keineswegs aus, dass Brauereien zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Nicht nur kleinere Familienbetriebe könnten so profitieren. Auch die Zusammenarbeit im Brauerverbund sei wichtig, um gemeinsam stark zu sein. „Es ist mein Bestreben, die Region Bamberg nachhaltig zu stärken und so unsere Braukultur, unsere Identität, aber auch Arbeitsplätze und unseren Wohlstand langfristig zu sichern.“ Heimische Brauer können sich beim Landkreis Bamberg für das Landkreisbier „bewerben“ und gemeinsam ein traditionelles, regionaltypisches Bier entwickeln. Dieses Bier wird dann zum traditionellen Brauersilvester am 30. September angezapft. Das Bier ist nur bei den beteiligten Brauereien für Endkunden erhältlich. So wird gewährleistet, dass mit dem „36 Kreisla“ nur einmal im Jahr ein besonderes Bier mit kleinen Chargen auf dem Markt kommt, um keine Konkurrenz zu den etablierten Biersorten der Brauer zu sein.

36 Kreisla“ – die bisherigen Sude

Seit 2015 wurden bereits sieben verschiedene Biertypen von regionalen Brauern entwickelt:

  • 2015: Das erste „36 Kreisla“ war ein traditionelles Märzenbier, eingebraut von den Brauereien Kundmüller in Weiher, Grasser in Huppendorf und Drei Kronen in Scheßlitz.
  • 2016 folgte der „Jubelbock“, der von den Brauereien Sauer in Roßdorf am Forst, Binkert in Breitengüßbach und der Braumanufaktur Hertl in Thüngfeld eingebraut wurde. Das Frühjahrsstarkbier wurde speziell zum Reinheitsgebots-Jubiläum im April 2016 kreiert.
  • Im Herbst 2016 folgte dann ein Klassiker: Das „Fränkisch Hell“ wurde von den Brauereien Kraus (Hirschaid), Hartmann (Würgau), Knoblach (Schammelsdorf) und Griess (Geisfeld) eingebraut.
    Im Herbst 2017 haben die drei Brauereien „Wagner“ aus Kemmern, Merkendorf und Oberhaid gemeinsam ein Vollbier gebraut, das in der Herstellung einzigartig ist. Mit dem Wasser aus der Quelle „Peter und Paul“ aus Kemmern, der Gerste aus Oberhaid, dem Hopfen aus Kemmern enthält es ausschließlich regionale Produkte als Zutaten.
  • 2018 kam es dann zu einem echten fränkischen Klassiker: Ein hefetrübes Kellerbier war ein Gemeinschaftssud der Brauerei Aichinger (Heiligenstadt i.OFr.), Hübner (Steinfeld) und Ott (Oberleinleiter).
  • 2019 brauten die Brauereien Modschiedler und St. Georgenbräu aus Buttenheim anlässlich des 90. Jubiläums des Landkreises Bamberg ein „Festbier“.
  • 2020 folgte ein „Lager-Gold“, gebraut vom Schwanenbräu aus Ebing, dem Freudenecker Fischerbräu, dem Sonnenbräu aus Mürsbach und der Brauerei Endres aus Höfen.

„36 Kreisla“ – Ausblick

Nach dem siebten Gemeinschaftssud von verschiedenen Landkreisbrauereien ist aber noch lange nicht Schluss. Die Liste der Brauer, die gemeinsam ein „36 Kreisla“ Landkreisbier brauen wollen, wird immer länger und für die kommenden Jahre haben schon zahlreiche Brauereien ihr Interesse angemeldet. Für Landrat Kalb zeigt sich, dass seine mit dem Projekt „Landkreisbier“ verbundene Intension auch weiterhin so große Resonanz findet. Die hohe Bereitschaft der Brauereien, sich zu beteiligen und die positive Resonanz in der Bevölkerung belegen, dass der Landkreis Bamberg seine Position als der Landkreis mit der größten Brauereidichte der Welt weiterhin behaupten wird.

Goldene BierIdee

Die vom Bayerischen Brauerbund e. V. und dem Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e. V. 1999 ins Leben gerufene Auszeichnung „Goldene BierIdee“ würdigt besondere Verdienste um die bayerische Brauwirtschaft und deren Erzeugnisse. Gleichzeitig soll die „Goldene BierIdee“ für alle Freunde der Bier- und Braukultur Bayerns Ansporn sein, attraktive, originelle und moderne Formen eines traditionsreichen Kulturgutes und seiner zahlreichen Spezialitäten weiter zu entwickeln. Mit der „Goldenen BierIdee“ signalisiert die Brauerzunft, dass jahrhundertelange Traditionen bewusst gepflegt werden und zeitgleich mit Innovationen und neuen Produktideen dem gesellschaftlichen Wandel, neuem Konsumverhalten und Marktanforderungen flexibel entgegentreten werden.

 

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