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Das große Jubiläum begingen die Park-Rocker zwar bereits 2025, doch auch im 31. Jahr seines Bestehens präsentiert sich das zu Beginn zweimal in München und seit 1997 fest in Nürnberg angesiedelte Zwillingsfestival von „Rock am Ring“ keinen Deut bescheidener. Vom 5. bis 7. Juni werden sich auf der „Utopia Stage“ des Zeppelinfelds, der gegenüber liegenden „Mandora Stage“ sowie der in der Arena beheimateten „Orbit Stage“ wieder über 70 namhafte Acts und spannende Newcomer die Ehre geben. Mit dem diesjährigen Line-Up scheinen die Veranstalter erneut den Nerv der Fans getroffen zu haben: Die Wochenendtickets für das traditionsreiche Open-air-Event waren in Rekordzeit vergriffen, zuletzt gab es nur noch vereinzelte Tagestickets zu kaufen.
Überstrahlt wird das diesjährige Programm am Samstagabend von Iron Maiden, einst eine der Speerspitzen der New Wave Of British Heavy Metal (NWOBHM) und nach über 50 erfolgreichen Jahren im Schwermetall-Geschäft kürzlich in die „Rock & Roll Hall Of Fame“ aufgenommen. Die Band um den stimmgewaltigen Frontmann Bruce Dickinson gastierte letztmals 2014 bei „Rock im Park“ und blickt auf ihrer aktuellen „Run For Your Lives“-Tour auf eine beeindruckende Karriere mit Klassikern wie „The Number Of The Beast“, „Run To The Hills“, „The Trooper“ oder „Fear Of The Dark“ zurück.
Flankiert wird die eiserne Jungfrau am Samstag unter anderem von der schwedischen Power-Metal-Armee Sabaton, der kalifornischen Punkrock-Institution The Offspring und A Perfect Circle, dem Prog-Rock-Nebenprojekt von Tool-Sänger Maynard James Keenan. Besondere Spannung verspricht die Rückkehr von Punkrock-Ikone Mike Ness und seiner Kultkapelle Social Distortion, die Anfang Mai mit „Born To Kill“ ihr erstes Studioalbum seit 15 Jahren veröffentlicht.
Bereits am Freitag sollen die dänischen Elvis-meets-Metallica-Koryphäen Volbeat das Zeppelinfeld zum Kochen bringen. Zudem sorgen unter anderem das US-amerikanische Metalcore-Quartett Bad Omens, der in dieser musikalischen Umgebung eher etwas exotisch anmutende Deutsch-Rapper Marteria, die unverwüstlichen nationalen Crossover-Pioniere H-Blockx sowie die Trancecore-Formation Electric Callboy aus, nun ja, Castrop-Rauxel für einen abwechslungsreichen Auftakt.
Am Sonntag gehört die Hauptbühne zur Prime Time dann den Nu-Metal-Ikonen Linkin Park, denen nach dem tragischen Suizid von Sänger Chester Bennington 2024 mit der neuen Frontfrau Emily Armstrong und dem Hit-Album „From Zero“ ein fulminantes Comeback gelungen ist. Dass am selben Abend auch noch die altgedienten Genre-Kollegen von Limp Bizkit und Papa Roach auftreten, wird Fans dieser Musikrichtung wohl die Freudentränen in die Augen treiben. Während die britischen Alternative-Rocker Bush nostalgische Grunge-Gefühle heraufbeschwören und The Hives (Schweden) und Danko Jones (Kanada) für schweißtreibende Rock’n’Roll-Shows bekannt sind, dürften die japanischen Kawaii-Metal-Mädels Babymetal Teilen des Publikums wieder einen kleinen Kulturschock bescheren.
Weitere prominente Namen an den drei Festivaltagen sind etwa Ice Nine Kills, Bad Nerves, Tom Morello (ehemals Rage Against The Machine), Finch, The Subways, Trivium, Within Temptation, Three Days Grace, Alter Bridge, Mastodon, Hollywood Undead, Architects oder The Pretty Reckless, die vor zwei Jahren auf dem Zeppelinfeld bereits den Support Act für AC/DC gaben. Daneben versteckt sich im sehr metal-lastigen Line-Up aber auch der ein oder andere echte Indie-Geheimtipp: Etwa High Vis aus London, die mit ihrer raffinierten Mischung aus Hardcore, Post-Punk und Britpop einen willkommenen stilistischen Farbtupfer bilden.
ULI DIGMAYER
Weitere Infos unter https://www.rock-im-park.com/